• Maren Fokuhl

Reason to believe

Unsere ersten Schritte und Gedanken zu Protopia



Wir leben in Zeiten der multiplen Krisen. Egal ob Klimawandel, Covid-19 oder geopolitische Konflikte: es fällt schwer sich dem Strudel an Erschütterung, Trauer, Angst, Resignation und Weltschmerz zu entziehen. Viele sehnen sich daher nach (innerem und äußerem) Frieden, Rückzug in „heilere“ Welten und einfachen, statt komplizierten Antworten.

Eine der größten Krisen, die teilweise in dem Trubel und Lärm der aktuellen sozialen und politischen Krisen untergeht, ist die Gefahr, der wir uns durch ein Überschreiten der planetaren Grenzen aussetzen (IPCC).”

Eine der größten Krisen, die teilweise in dem Trubel und Lärm der aktuellen sozialen und politischen Krisen untergeht, ist die Gefahr, der wir uns durch ein Überschreiten der planetaren Grenzen aussetzten (IPCC). Die Berichte des Weltklimarats machen mir und uns Angst. Wir haben aber beschlossen, dass diese Angst uns nicht lähmen, sondern anspornen und erst recht motivieren soll. Denn was in den IPPC Reports auch enthalten ist, ist der Aufruf zur Aktion. Es gibt bereits viele Ansätze, wie wir den menschengemachten Schaden minimieren können und es lohnt sich, sich mit der Wiederherstellung von Ökosystemen und der Regeneration des Planeten zu beschäftigen.


Schlüssel der Hoffnung


In Regeneration liegt daher für uns der Schlüssel der Hoffnung und ein kraftvoller Hebel in der Nachhaltigkeitstransformation sowie die Sogkraft der positiven Geschichten. Wir können die nährenden Beziehungen mit uns, als Gesellschaft und im planetaren Ökosystem nicht nur irritieren oder zerstören, sondern auch wieder verknüpfen und zu neuer Prosperität anregen. Nur wie?


Mit Protopia erkunden und beforschen wir mutige Vordenker:innen und Vormacher:innen, die bereits erste Schritte der Regeneration auf kultureller Ebene beschritten haben. Ihre Transformationswege faszinieren und bereichern uns. Sie sind kraftvoll, fehlbar, leicht und kompliziert zugleich. Was sie vereint, ist, dass sie uns zeigen, dass es sich lohnt in ein gemeinsames Ausprobieren und Prototypen von möglichen regenerativen Zukünften zu kommen.


Was uns bei der Beobachtung ihrer Geschichten auffällt, ist, dass Nachhaltigkeit und Regeneration sich vor allem mit Fortschritt und Rekombination von bestehendem Wissen, statt mit dem oft beschworenen Verzicht und Rückschritt beschäftigen. Viele ihrer Geschichten und Erfahren haben eine Sogkraft der Leichtigkeit und schönen, neuen Ästhetik. Mit dem gemeinnützigen Gründungsprojekt Protopia sehen wir unsere Aufgabe und damit auch unseren gesellschaftlichen Beitrag darin, dass wir als Verhaltensforschende die regenerativen Transformationswege verstehen lernen, Muster entdecken und diese als unterstützende Kräfte oder Barrieren zu erkennen lernen. Mit diesem Werkzeugkasten im Gepäck, können wir immer mehr Menschen befähigen. Mit vielen Mitstreiter:innen wollen wir dann gemeinsam den Wandel zu einer regenerativen Gesellschaft beschleunigen. Zu unseren Forschungsbrillen und Werkzeugen gehört die Analyse von Narrativen und Storytelling, also Themen und Erzählweisen, die gesellschaftliche Resonanz erfahren. Gleichzeitig beobachten wir die Schritte und Wege, die Transformationsreisen als Individueen und Gemeinschaften ausmachen, um wirkungsstarke „Boost“/”Hacks“ für das eigene um- und neu-schreiben von Verhaltensmustern zu ermöglichen. Denn: viele wollen etwas ändern, aber Wandel ist selten ein Selbstläufer, sondern braucht Konzentration, eine gute Struktur und Motivationsfaktoren, um erfolgreich zu gelingen. Unser erster Schritt auf Protopias Reise ist eine Forschungsexpedition, bei der wir Vormacher:innen besuchen und mit ihnen über ihre eigenen Erfahrungen und Schritte auf dem Weg zu mehr Regeneration sprechen. Aus diesem gesammelten Wissen wird ein Buch entstehen, dass uns die Mechanismen und Prinzipen näher erläutert. Um diese Reise und inspirierenden Geschichten, aber auch auf emotionaler und nicht nur rationaler Ebene erfahrbar zu machen, möchten wir ein kleines Filmteam auf unsere Reise mitnehmen. So werden die Gespräche, Atmosphäre auch cinematographisch eingefangen und in ihrer Begeisterungsfähigkeit und „Kraft“ auf lange Zeit immer wieder mit vielen teilbar.

Mit all unseren Formaten und Angeboten wollen wir inspirieren, zum aktiv werden anregen, Werkzeuge zum Wandel an die Hand geben und eine Gemeinschaft an Mitstreiter:innen und Kompliz:innen auf dem Weg zu mehr Regeneration gründen.